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	<title>The Airborne Toxic Event &#187; deutschland</title>
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		<title>Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) &#8211; CD der Woche (CD of the Week)</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 11:02:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Airborne Toxic Event</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub1637F1E578F4428A8B033B54C841364A/Doc~E5F05E058FDE04534A49E55BB794777D8~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Go to article</a></p>
<p><img src="http://67.23.250.248/~theairbo/wp-content/uploads/2009/08/picture-2.png" alt="" title="picture-2" width="467" height="103" class="alignnone size-full wp-image-1248" /></p>
<h1>Und wenn ich ein Tischler wÃƒÂ¤re?</h1>
<p>Nennt es Pubrock, nennt es Postpunk: Die kalifornische Band The Airborne Toxic Event macht Poesie, zu der man tanzen kann, traditionsgesÃƒÂ¤ttigt und mit Riffs an der richtigen Stelle.</p>
By Edo Reents
<p>July 10, 2009

<div id="attachment_1250" class="wp-caption alignnone" style="width: 456px"><a href="http://67.23.250.248/~theairbo/wp-content/uploads/2009/08/05940002_v2_300_rgb1.jpg"><img src="http://67.23.250.248/~theairbo/wp-content/uploads/2009/08/05940002_v2_300_rgb1.jpg" alt="Photo Credit: Autumn de Wilde" title="05940002_v2_300_rgb1" width="446" height="338" class="size-full wp-image-1250" /></a><p class="wp-caption-text">Photo Credit: Autumn de Wilde</p></div>
</p>
<p>Wenn man diese Platte flÃƒÂ¼chtig anspielt, dann mÃƒÂ¶chte man abwinken: schon wieder eine dieser Postpunk-Bands, deren Mitglieder mehr Zeit vor dem Spiegel verbringen als mit dem Stimmen ihrer Instrumente. Selbst wenn sie es tÃƒÂ¤ten Ã‚Â– die Instrumente funktionieren, und am ÃƒÂ„uÃƒÂŸeren ist, wie oben zu sehen, auch nichts auszusetzen. Das unbetitelte DebÃƒÂ¼t gehÃƒÂ¶rt zu den schmissigsten, bÃƒÂ¼ndigsten Rockplatten der vergangenen Jahre, voller guter EinfÃƒÂ¤lle, reizvoller Akkordwechsel und gefÃƒÂ¤lliger Melodien, wie sie auf die LP-Distanz nur ganz wenige Band hinbekommen.</p>
<p>Die Strokes und die Kooks, die Fratellis und die Thermals, Razorlight und wie die Mucker alle heiÃƒÂŸen, mÃƒÂ¼ssen sich jedenfalls warm anziehen. Und wenn man dann noch hÃƒÂ¶rt, dass der SÃƒÂ¤nger, Rhythmusgitarrist und Hauptsongschreiber Mikel Jollett eigentlich Tischler von Beruf ist Ã‚Â– Ã‚Â„I used to be a carpenterÃ‚Â“, sagt er,  ...<br/><a href="http://www.theairbornetoxicevent.com/press/frankfurter-allgemeine-zeitung-faz-cd-der-woche-cd-of-the-week.html">[Read More...]</a>]]></description>
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<p><img src="http://67.23.250.248/~theairbo/wp-content/uploads/2009/08/picture-2.png" alt="" title="picture-2" width="467" height="103" class="alignnone size-full wp-image-1248" /></p>
<h1>Und wenn ich ein Tischler wÃƒÂ¤re?</h1>
<p>Nennt es Pubrock, nennt es Postpunk: Die kalifornische Band The Airborne Toxic Event macht Poesie, zu der man tanzen kann, traditionsgesÃƒÂ¤ttigt und mit Riffs an der richtigen Stelle.</p>
<address style="margin: 0pt 0pt 15px ! important; color: #999999 ! important;">By Edo Reents</address>
<p>July 10, 2009<br />
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<div id="attachment_1250" class="wp-caption alignnone" style="width: 456px"><a href="http://67.23.250.248/~theairbo/wp-content/uploads/2009/08/05940002_v2_300_rgb1.jpg"><img src="http://67.23.250.248/~theairbo/wp-content/uploads/2009/08/05940002_v2_300_rgb1.jpg" alt="Photo Credit: Autumn de Wilde" title="05940002_v2_300_rgb1" width="446" height="338" class="size-full wp-image-1250" /></a><p class="wp-caption-text">Photo Credit: Autumn de Wilde</p></div><br />
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<p>Wenn man diese Platte flÃƒÂ¼chtig anspielt, dann mÃƒÂ¶chte man abwinken: schon wieder eine dieser Postpunk-Bands, deren Mitglieder mehr Zeit vor dem Spiegel verbringen als mit dem Stimmen ihrer Instrumente. Selbst wenn sie es tÃƒÂ¤ten Ã‚Â– die Instrumente funktionieren, und am ÃƒÂ„uÃƒÂŸeren ist, wie oben zu sehen, auch nichts auszusetzen. Das unbetitelte DebÃƒÂ¼t gehÃƒÂ¶rt zu den schmissigsten, bÃƒÂ¼ndigsten Rockplatten der vergangenen Jahre, voller guter EinfÃƒÂ¤lle, reizvoller Akkordwechsel und gefÃƒÂ¤lliger Melodien, wie sie auf die LP-Distanz nur ganz wenige Band hinbekommen.</p>
<p>Die Strokes und die Kooks, die Fratellis und die Thermals, Razorlight und wie die Mucker alle heiÃƒÂŸen, mÃƒÂ¼ssen sich jedenfalls warm anziehen. Und wenn man dann noch hÃƒÂ¶rt, dass der SÃƒÂ¤nger, Rhythmusgitarrist und Hauptsongschreiber Mikel Jollett eigentlich Tischler von Beruf ist Ã‚Â– Ã‚Â„I used to be a carpenterÃ‚Â“, sagt er, das klingt so schÃƒÂ¶n nach Tim Hardin! Ã‚Â– und nach getaner Arbeit, mit schmerzendem RÃƒÂ¼cken im wesentlichen nur noch Bier trinken will. Damit haben sie schon gewonnen.</p>
<p><b>Tanzbare Poesie</b></p>
<p>Aber das ist ein aus Sympathie vergebener Vorschuss, wie man ihn auch Bands geben kann, die nur FuÃƒÂŸball im Kopf haben. Die Wahrheit liegt immer noch auf dem Plattenteller, und da ist denn zu sagen, dass The Airborne Toxic Event alles richtig gemacht haben. Sie wissen um die verfÃƒÂ¼hrerische Kraft von Rockklischees und haben, obwohl ihre Aufmachung anderes vermuten lieÃƒÂŸ, mit dem in letzter Zeit wieder so gÃƒÂ¤ngigen informierten Kunststudentenrock nichts zu tun. Es ist, wie es ihre Heimatzeitung, die Ã‚Â„Los Angeles TimesÃ‚Â“, in hoffentlich aufrichtiger Bewunderung formulierte, Ã‚Â„Poesie, zu der man tanzen kannÃ‚Â“.</p>
<p>Zu verhÃƒÂ¤ltnismÃƒÂ¤ÃƒÂŸig dichten Texten, die einen entschieden skeptischen, auf Desillusion zielenden Geist atmen und nicht nach dem klassischen Strophe-Refrain-Schema angeordnet sind, schnurrt die bestens geÃƒÂ¶lte Maschine ab, und alles hÃƒÂ¶rt sich an, als wÃƒÂ¼rden die durchgekauten Wahrheiten hier zum ersten Mal serviert. Ã‚Â„Wishing WellÃ‚Â“ klingt nach dem Springsteen von Ã‚Â„Born To RunÃ‚Â“ und dessen Nachmachern von The Hold Steady; Ã‚Â„PapillonÃ‚Â“ puckert wie die schnellen Songs der hierzulande leider immer noch so gut wie unbekannten britischen Dogs; dann kommt auch schon der erste HÃƒÂ¶hepunkt: Ã‚Â„GasolineÃ‚Â“ hÃƒÂ¶rt sich erst an wie Ã‚Â„Roxy-Music-Imitat (Ã‚Â„Love is the DrugÃ‚Â“), aber das tÃƒÂ¤uscht. Hier ÃƒÂ¼bernehmen die Rabiatheit von The Jet und die betont rotzige ÃƒÂ„ttitÃƒÂ¼de der ersten Razorlight-Platte schnell das Kommando, das Tempo ist beachtlich, aber immer noch tanzbar.</p>
<p>Die Gitarren (neben Jollett Steven Chen) sind da, wo sie hingehÃƒÂ¶ren Ã‚Â– ganz vorne Ã‚Â–, aber Bass (Noah Harmon) und Schlagzeug (Daren Taylor) sind auch nicht zu ÃƒÂ¼berhÃƒÂ¶ren und verrichten hier wie ÃƒÂ¼berall kraftvoll ihre Arbeit; nur was die ohnehin kaum zu hÃƒÂ¶rende Violine (Anna Bulbrook, die auch Keyboard spielt) in der Besetzung zu suchen hat, versteht man nicht so richtig. Vielleicht ist das eine Reminiszenz an Velvet Underground.</p>
<p><b>ÃƒÂœberbewertete FrÃƒÂ¶hlichkeit</b></p>
<p>Am reizvollsten klingt die Band, wenn sie sich dem Pub- und Glamrockgestampfe hingeben, wie es die Fratellis wieder hoffÃƒÂ¤hig gemacht haben; die entsprechenden Titel gehÃƒÂ¶ren in ihrer Entschlossenheit denn auch zu den ÃƒÂ¼berzeugendsten des Albums. Aber The Airborne Toxic Event liefern auch die raffinierten Synthesizer-Schwelgereien, wie sie SpÃƒÂ¤tsiebziger/FrÃƒÂ¼hachtziger-Attraktionen wie Blondie, Icehouse oder Orchestral Manoeuvres In The Dark schon im Repertoire hatten. Und die in Amerika bereits durchschlagend erfolgreiche Single Ã‚Â„Sometime Around MidnightÃ‚Â“ fÃƒÂ¤ngt mit Streichern an (Anna Bulbrook nun doch in ihrem Element), die klingen wie Mascagnis Ã‚Â„Cavalleria RusticanaÃ‚Â“, so dass man fast meint, Martin Scorsese, der ja auch ein Rocker ist und diese und ÃƒÂ¤hnliche KlÃƒÂ¤nge schon mehrmals sehr wirkungsvoll eingesetzt hat, sÃƒÂ¤ÃƒÂŸe an den Reglern.</p>
<p>Aber dann nimmt auch dieses Lied Fahrt auf, der romantische Eckensteher-Geist, die Stimmung einsamer, verregneter Abend wehen hinein, bevor dann alles, nun ganz nach Art der an sich so scheuÃƒÂŸlichen achtziger Jahre, zerbrÃƒÂ¶selt wird. ÃƒÂ„rgerlich ist nur, dass die Albumversionen uneinheitlich sind, drei gleichfalls sehr gut Bonus-Titel gibt es nur in der britischen Ausgabe.</p>
<p>Insgesamt ist die Musik von The Airborne Toxic Event geprÃƒÂ¤gt von einer lauernden NervositÃƒÂ¤t, die wenig zutraulich erscheint. Ob es das ist, was die Band auch bei der absoluten Prominenz in Amerika so beliebt macht? Mikel Jollett hÃƒÂ¤tte dafÃƒÂ¼r VerstÃƒÂ¤ndnis. Seine Hauptsorge aber ist, dass ihm nun, wo die Band so erfolgreich ist, keine Zeit mehr zum Schreiben bleibt. Im Bus herumzureisen (im August auch durch Deutschland!) und mit Freunden herumzuhÃƒÂ¤ngen, sei alles gut und schÃƒÂ¶n, Ã‚Â„IÃ‚Â’m happy, but it doesnÃ‚Â’t make a lot of sense to meÃ‚Â“. Wie sagt er aber selber in einem Lied? Ã‚Â„Happiness is OverratedÃ‚Â“. Nichts gegen BÃƒÂ¼cher, aber ein Mann wie er muss wissen, was er zu tun hat.</p>
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